Backhendl Rezept
Österreichisches Backhähnchen, goldgelb ausgebacken
Knusprig, goldgelb und herrlich saftig – Backhendl zählt zu den großen Klassikern der österreichischen Küche. Gemeint ist damit ein in Stücke zerteiltes Huhn (Hendl), das paniert und in heißem Fett ausgebacken wird. Anders als ein deutsches Backhähnchen aus dem Ofen, das meist als ganzes oder halbes Tier gewürzt und gebraten wird, entsteht beim Backhendl eine feine, luftige Panade aus Mehl, Ei und Bröseln, die in Butterschmalz oder Öl goldbraun frittiert wird. Das Ergebnis: außen knusprig, innen saftig – mit deutlich mehr Textur und Röstaromen.
Je nach Region gibt es Varianten wie das Backhendl Wiener Art, das klassisch paniert und puristisch gewürzt serviert wird, oder das steirische Backhendl, das häufig mit einem frischen Salat kombiniert wird – oft mit dem berühmten steirischen Kürbiskernöl. Die Basis bleibt jedoch gleich: Hendlstücke, Salz, Pfeffer, Mehl, verquirltes Ei und Brösel.
Typischer Begleiter ist Erdäpfelsalat – so nennt man in Österreich den Kartoffelsalat. Anders als viele deutsche Varianten wird er meist ohne Mayonnaise, sondern mit Essig, Öl oder Brühe mariniert und lauwarm serviert. Zitronenspalten, Petersilie oder ein knackiger Blattsalat runden das Gericht ab. So entsteht ein traditionsreiches Festessen, das bodenständig wirkt und doch eine besondere Raffinesse besitzt – ein Stück österreichische Wirtshauskultur auf dem Teller.
Zutaten
| 2 | ganze Hendl (je ca. 1 kg) oder entsprechende Hendlteile |
| 180 g | Mehl |
| 4 | Eier |
| 220 g | Semmelbrösel |
| 2 Teelöffel | Meersalz |
| 1 TL | Königs Pfeffer-Mischung |
| 1 | Bio-Zitrone, Saft davon |
| 1 l | hitzestabiles Öl oder Butterschmalz zum Ausbacken |
Zum Servieren (optional) |
|
|---|---|
| Zitronenspalten | |
| 1 Handvoll | Petersilie |
| Preiselbeeren | |
Beilage (klassisch) |
|
|---|---|
| Erdäpfelsalat oder | |
| Petersilie-Erdäpfel | |
Zubereitung
- Das Hendl waschen, sorgfältig trocken tupfen und mit einem scharfen Messer in Brüste, Keulen (Haxerl) und Flügerl zerteilen. Die Brüste halbieren, Keulen am Gelenk teilen, damit gleichmäßig große Stücke entstehen, die schneller durchgaren. Die Haut kann nach persönlicher Vorliebe entfernt werden – traditionell wird sie beim Backhendl häufig abgezogen, da sie in der Panade nicht knusprig wird. Die Hendlstücke mit Zitronensaft beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen und kurz ziehen lassen.
- Eine Panierstraße vorbereiten: Mehl in einen tiefen Teller geben, Eier verquirlen, Semmelbrösel bereitstellen. Die Hendlstücke zuerst im Mehl wenden und überschüssiges Mehl abklopfen, anschließend durch das Ei ziehen und zuletzt in den Bröseln sorgfältig panieren, dabei die Brösel leicht andrücken.
- Öl oder Butterschmalz in einer tiefen Pfanne oder im Topf auf etwa 150–170 °C erhitzen. Die Hendlstücke schwimmend im Fett bei mittlerer Hitze langsam 8–10 Minuten pro Seite goldbraun backen. Wichtig ist eine moderate Temperatur, damit die Panade nicht zu dunkel wird, bevor das Fleisch durchgegart ist.
- Die fertigen Stücke herausheben, auf Küchenpapier abtropfen lassen und bei Bedarf im Ofen bei niedriger Temperatur warmhalten.
- Serviert wird das Backhendl klassisch mit Zitronenspalten und Petersilie. Besonders typisch sind Erdäpfelsalat – ein österreichischer Kartoffelsalat mit Essig-Öl- oder Brühemarinade – oder in Butter geschwenkte Petersilienerdäpfel. Auch Gurkensalat oder Vogerlsalat mit Erdäpfeln passen hervorragend dazu.
- Aus den übrigen Karkassen lässt sich eine kräftige Hendlsuppe zubereiten – eine traditionelle und nachhaltige Ergänzung zur Hauptspeise.
Würztipp
Backhendl aromatisch verfeinern
Die klassische Panade lässt sich dezent variieren, indem etwas Paprikapulver oder frisch geriebene (Bio-)Zitronenschale unter die Brösel gemischt wird. Auch eine Prise Muskat im Mehl sorgt für eine feine Würze. Wer es traditionell halten möchte, salzt das Hendl vor dem Panieren leicht und gibt erst nach dem Ausbacken eine weitere Prise Salz darüber – so bleibt die Kruste besonders knusprig. Als moderne Interpretation kann ein milder Grillrub oder unser Chicken-Fun-Gewürz dezent ins Mehl oder in die Brösel gemischt oder nach dem Ausbacken fein über das Hendl gestreut werden.
Genusstipp
Backhendl knusprig ausbacken – die passenden Methoden
Für ein klassisches Backhendl ist das schwimmende Ausbacken im Fett entscheidend, denn nur so entsteht die typische, gleichmäßig goldene Kruste. Besonders traditionell gelingt es in einer tiefen Pfanne mit ausreichend Butterschmalz oder Öl bei moderater Hitze zwischen 150 und 170 °C. Die Hendlstücke sollten dabei vollständig vom Fett umgeben sein und langsam goldbraun backen.
Alternativ eignet sich eine Fritteuse, in der die Temperatur konstant gehalten wird. Ideal für ein gleichmäßiges Ergebnis. Wer größere Mengen zubereitet, kann die Stücke nach dem Ausbacken bei niedriger Temperatur im Ofen warmhalten. Auch eine Kombination aus Ausbacken/Frittieren in der tiefen Pfanne und Fertiggaren im Ofen ist möglich, sofern ausreichend Fett verwendet wird. Entscheidend bleibt in jedem Fall: Das Backhendl braucht genügend Hitze und Fettkontakt, damit die Panade knusprig und das Fleisch saftig bleibt.
Kleine Wörterkunde
Österreichische Begriffe einfach erklärt
In österreichischen Rezepten finden sich häufig regionale Ausdrücke, die im Hochdeutschen etwas anders lauten.
Hendl – Hähnchen oder Huhn
Haxerl – Keule
Flügerl – Flügel
Erdäpfel – Kartoffeln
Brösel – Semmelbrösel oder Paniermehl
Vogerlsalat – Feldsalat
Hendlsuppe – Hühnersuppe
Diese Begriffe gehören zur österreichischen Küchensprache und verleihen traditionellen Gerichten wie dem Backhendl ihren typischen Charakter.
Backhendl – Österreichs goldbrauner Klassiker mit Geschichte
Kaum ein Gericht steht so sinnbildlich für die österreichische Wirtshausküche wie das Backhendl. Das knusprig panierte und in Schmalz ausgebackene Huhn, oft mit einem säuerlich-frischen Erdäpfelsalat serviert, wirkt heute selbstverständlich – doch seine Geschichte reicht deutlich weiter zurück, als viele vermuten.
Bereits im 18. Jahrhundert war das gebackene Huhn in Österreich bekannt, insbesondere in Wien. In der Biedermeierzeit entwickelte sich das Wiener Backhendl zu einer beliebten Speise der bürgerlichen Küche. Während Geflügel auf dem Land meist schlicht gebraten wurde, verfeinerte man es in der Stadt durch die Technik des Panierens: Mehl, verquirltes Ei und Semmelbrösel umhüllen das Fleisch und sorgen beim Ausbacken für eine gleichmäßig goldene Kruste.
Diese Methode war bereits etabliert, bevor das Wiener Schnitzel im 19. Jahrhundert populär wurde – in gewisser Weise bereitete das Backhendl also den Weg für einen weiteren kulinarischen Klassiker der österreichischen Küche. Geflügel war lange Zeit kein Alltagsprodukt. Hühner wurden auf Bauernhöfen vor allem wegen der Eier gehalten; geschlachtet wurde meist nur zu besonderen Anlässen.
Das österreichische Backhähnchen war daher über viele Jahrzehnte hinweg ein Sonntags- oder Festtagsgericht – ein Zeichen von Wohlstand und Anlass zum Feiern. Gerade dieser besondere Charakter trug dazu bei, dass sich das Gericht tief in der regionalen Esskultur verankerte. Im Laufe der Zeit entstanden regionale Ausprägungen. Besonders bekannt ist das steirische Backhendl, das traditionell mit Salat serviert wird und heute häufig mit steirischem Kürbiskernöl kombiniert wird. In der Steiermark entwickelte sich das Gericht vom bäuerlichen Festessen zur regionalen Spezialität.
Auch in anderen Teilen des Landes fand das gebackene Hendl seinen festen Platz auf den Speisekarten – stets begleitet von Erdäpfelsalat, Vogerlsalat oder Petersilienerdäpfeln, die mit ihrer feinen Säure einen harmonischen Kontrast zur knusprigen Panade bilden.
Bis heute ist das Backhendl aus der österreichischen Gastronomie nicht wegzudenken. Es findet sich auf den Speisekarten traditioneller Wiener Wirtshäuser ebenso wie in Landgasthöfen, auf Almhütten oder bei Heurigen. Nach einer Wanderung in den Bergen oder als klassisches Sonntagsessen im Gasthaus steht das goldbraune Huhn für Bodenständigkeit, handwerkliche Küche und kulinarische Beständigkeit. Gerade in dieser Verbindung aus Technik, Geschichte und regionaler Verwurzelung liegt das Besondere dieses Gerichts. Das Backhendl ist mehr als ein paniertes Huhn – es ist ein Stück österreichischer Esskultur, das Tradition bewahrt und dennoch zeitlos geblieben ist.
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