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Die typischen Weihnachtsgewürze – Herkunft, Geschmack und Verwendung

Weihnachtsgewürze zeichnen sich durch ihr besonderes und intensives Aroma aus. Wir haben die echten weihnachtlichen Genusshelfer für Sie zusammengetragen. Von Kardamom bis Zimt stellen wir Ihnen nun kurz die typischen Weihnachtsgewürze vor!

 

Kleine Warenkunde: Weihnachtsgewürz Zimt


Ceylon Zimt

Eine Prise Zimt – das stimmt! Nicht umsonst kennt fast jeder diese Kinderlied-Zeile. Wieso verbinden wir mit Zimt eigentlich immer mit Weihnachten? Ganz einfach: Früher war Zimt ein ausgesprochen teures Gewürz und wurde nur bei besonderen Anlässen verwendet – wie zum Beispiel an Weihnachten. Natürlich glänzt Zimt nicht nur als Weihnachtsgewürz, sondern ist vielseitig in der Küche einsetzbar. Dazu aber später mehr.
Schon mal etwas vom echten Ceylon-Zimt gehört? Der echte Ceylon-Zimt stammt ursprünglich aus Sri Lanka und östlichen Regionen Indiens. Ceylon ist dabei nur der alte Name für Sri Lanka. Die Rinde des Ceylon-Zimtbaums wird bei der Ernte fein säuberlich abgehobelt und die äußere Rindenschicht entfernt. Die Zimtrinde rollt sich dann zusammen und es entsteht die Zimtstange. Gibt es noch andere Zimt-Sorten? Na klar! So gibt es noch den Cassia-Zimt aus China. Der Cassia-Zimt wird von der Zimtkassie, dem chinesischen Zimtbaum gewonnen. Bei der Ernte wird die komplette Rinde verwendet, weshalb der Cassia-Zimt als nicht so hochwertig gilt. Auch geschmacklich gibt es Unterschiede: Der Ceylon-Zimt schmeckt aromatisch-süßlich und etwas milder als der kräftige Cassia-Zimt.
Klassische Weihnachts-Rezepte mit Zimt reichen von Zimtsternen, Bratapfel, Desserts, Früchtebrot, Zimtschnecken bis hin zu Glühwein und Punschgetränken! Aber auch herzhafte Braten oder der Rotkohl (Blaukraut) zur Weihnachtsgans wird durch Zimt gekonnt verfeinert. In der orientalischen Küche verleiht eine Prise Zimt Couscous, Lamm-, Geflügel- und Hackfleisch, Suppen sowie Soßen das gewisse Etwas. Übrigens: Zimtstangen machen sich nicht nur prima als Deko auf dem Adventskranz, sondern würzen, in kleine Stücke gebrochen, auch deftige Rotweinsoßen zum Festtagsbraten oder fein gerieben das weihnachtliche Dessert. In der Küche können die Zimtstangen mit Hilfe eines Mörsers oder einer Reibe zu Pulver verarbeitet werden. Wie die meisten Gewürze mag es auch der Zimt dunkel und trocken gelagert zu werden. Mit der Zeit kann Zimt an Aroma verlieren. Aber erst wenn gar nicht mehr seinen typischen Zimt-Duft verströmt, sollte er nicht mehr verwendet werden.

 

Kleine Warenkunde: Weihnachtsgewürz Vanille

Haben Sie schon mal versucht den Geschmack von Vanille zu beschreiben? Intensiv, lieblich, süß, blumig bis hin zu leicht bitter! Diese Worte beschreiben nur im Ansatz den wunderbaren Geschmack dieses Weihnachtsgewürzes. Die echte Vanille und ihr unvergleichlicher Geschmack haben ihr den Namen Königin der Gewürze eingebracht. Erst mit der Entdeckung Mexikos kam die Vanille zu uns nach Europa und inspirierte Hobby- und Profiköche zu köstlichen Gerichten. Wie konnten wir es nur so lange ohne Vanille aushalten?
Bei der Vanille handelt es sich eigentlich um die Kapseln ganz bestimmter Orchideen Arten. Wir kennen und lieben vor allem die Gewürzvanille, auch als Bourbon-Vanille bekannt. Sie wird beispielsweise auf Madagaskar, La Réunion und den Komoren angebaut. Eine andere hervorragende Sorte ist die Tahiti-Vanille, von der gleichnamigen Insel im Südpazifik. Nicht nur wegen ihres besonderen Aromas wird die Vanille so verehrt. Ein weiterer Grund liegt in der mühsamen und zeitaufwendigen Gewinnung der Vanille. Dadurch erzielt das Weihnachtsgewürz so hohe Preise auf dem Weltmarkt wie beispielsweise Safran. Durch einen heftigen Sturm 2017 wurde ein Großteil der Vanille-Ernte zerstört. Dadurch steigen die Preise für Bourbon-Vanille zurzeit ins unermessliche. Weitere Infos zur Vanille-Krise bekommen Sie in unserem Magazin: www.bremer-gewuerzhandel.de/genussnews
Nichtsdestotrotz wollen wir in unserer Weihnachtsbäckerei nicht auf die Königin der Gewürze verzichten. Die Vanilleschote kann zum Backen und Kochen verwendet werden, entweder komplett oder nur das Vanillemark. Dazu wird die Vanilleschote längs aufgeschnitten und das Mark vorsichtig herausgekratzt. Ein kleiner Küchentipp: Da die leere Vanilleschote immer noch viel Aroma enthält, kann sie noch an Milchreis gekocht werden oder mit etwas Zucker vermischt werden, so dass ein selbstgemachter Vanillezucker entsteht.

Echte Bourbon Vanille

Vanillekipferl, Vanille-Schneebälle und Christstollen sind ohne das typische Weihnachtsgewürz Vanille undenkbar. Aber auch Vanille-Pudding, Vanillesoße oder und süße Naschereien aller Art bekommen durch sie ihren unvergleichlichen Geschmack. Wer es gerne exotisch mag, kann die Vanille auch für Wildbraten, Fleischgerichte mit Geflügel oder Kalb ausprobieren! Ebenso verleiht sie Meeresfrüchten ein unglaubliches Aroma! Die Vanille ist und bleibt eines unserer Lieblings Weihnachtsgewürze.

 

Kleine Warenkunde: Weihnachtsgewürz Kardamom

Wenn der Duft von Weihnachten in der Luft liegt, haben Sie bestimmt den wohlig-warmen Geruch von Kardamom in der Nase. Kardamom stammt aus Asien und wird dort schon seit Jahrhunderten in der Küche verwendet. Dass die kleinen grünen Samen mit Ingwer verwandt sind, wissen die Wenigsten. Viele kennen Kardamom eher als Gewürz für arabischen Mokka. Dazu werden die grünen Kardamom Kapseln Kardamom Kapseln geöffnet, die schwarz-braunen Samen herausgelöst und anschließend mit einem Mörser fein gemahlen. Im orientalischen Mokka treten die süßlichen, würzigen, leicht scharfen und warmen Noten des Kardamoms hervor!
Bis die kleinen grünen Samen von uns verwendet werden können, haben sie eine lange Reise hinter sich. Die von Hand geernteten Kardamomsaat werden heutzutage in vielen Teilen der Welt angebaut: In Indien, Guatemala, Tansania, Madagaskar, Vietnam und Papua Neuguinea. Kurz vor der Reife werden die grünen Samen geerntet, da sie sich sonst öffnen und die kostbare Saat verloren geht.

Kardamom

Im Winter würzt das Weihnachtsgewürz nahezu alles an Weihnachtsgebäck - Von Lebkuchen bis zum Spekulatius. Nicht weniger lecker doch wärmstens zu empfehlen, ist eine heiße Tasse Kaffee, Chai-Tee oder Kakao mit einer Kardamomkapsel. Noch eine Prise Zimt dazu und fertig ist das Weihnachtsgetränk! Kardamom weckt die pure Vorfreude auf die schöne Weihnachtszeit. Gemahlenes Kardamom Pulver eignet sich hervorragend zum Backen, denn es ist einfach zu dosieren und löst sich gut in Flüssigkeiten auf.
In Asien spielt Kardamom als Zutat für die verschiedensten Gewürzmischungen schon lange eine bedeutende Rolle. Die verführerisch würzigen Noten des Kardamoms verzaubern Curry,- Reis- und Schmorgerichte in exotische Speisen. Das liegt nicht zuletzt an den enthaltenen ätherischen Ölen im Kardamom. Die grüne Schale um die Saat schützt die kostbaren Aromen.

 

Kleine Warenkunde: Weihnachtsgewürz Gewürznelken

Zur schönen Weihnachtszeit gehören Nelken dazu wie Glühwein, Gebäck und Punsch! Bei den Gewürznelken handelt es sich um die getrockneten Blüten des Nelkenbaumes. Dieser gedeiht und wächst insbesondere auf den indonesischen Inselgruppen Molukken. Seit dem Mittelalter sind die so genannten Gewürznelken bei uns bekannt. Früher schrieb man ihnen eine aphrodisierende Wirkung zu.

Gewürznelken

Das klassische Weihnachtsgewürz hat einen süßen, intensiven und leicht scharfen Geschmack. Das liegt vor allem an den zahlreichen ätherischen Ölen in der Nelke, die aus mindestens 15% Öl besteht. Durch das Nagel-ähnliche Aussehen trägt das Weihnachtsgewürz auch den Beinamen Nägeli. Der intensive Nelkengeschmack sitzt dabei im Nagelkopf während im Stängel der Großteil der ätherischen Öle ist. Schwimmt der Nelkenkopf obenauf und der Stängel zeigt wie ein Baumstamm nach unten sind die Gewürznelken von hoher Qualität.
Auf jeden Fall sind Gewürznelken eine wesentliche Zutat bei einer Vielzahl von Weihnachtsrezepten. In der Küche gilt: Weniger ist mehr! Zu viele Gewürznelken im Essen können den Geschmack leider verderben. Durch das intensive Aroma sollte nur in Maßen mit Nelken gewürzt werden. So reichen im selbstgemachten Glühwein schon 5 bis 6 Gewürznelken vollkommen aus. Vor dem Essen sollte die Nelken auch auf jeden Fall entfernt werden, da es ausgesprochen unangenehm ist auf eine zu beißen.
Dennoch sind Gewürznelken das ganze Jahr in der Küche Zuhause. Gemahlen gibt man Nelken an Currypulver, Tomatensoßen und Hackfleischgerichte. Doch auch für Soßen, Rotkohl, Suppen, Schmorgerichte, Eintöpfe, Fleisch- und Gemüsebrühen oder das Traditionsgericht Pilaw (Reisgericht) sind Gewürznelken eine besondere Zutat.

 

Kleine Warenkunde: Weihnachtsgewürze Sternanis und Anis

Sind Sternanis und Anis verwandt? Mit diesem Mythos wollen wir jetzt aufräumen! Obwohl die beiden Gewürze ein sehr ähnliches Aroma aufweisen, sind sie botanisch gesehen gar nicht miteinander verwandt. Eine Gemeinsamkeit, die sich beide Gewürze teilen, ist unbestreitbar: Die herrlichen Aromen gehören einfach zur Advents- und Weihnachtszeit dazu!

Sternanis

Anis ist eine einjährige Pflanze aus dem Mittelmeerraum. Das typische Lakritz-ähnliche, süßliche und herbe Aroma von Anis hat sie dem ätherischen Öl Anethol zu verdanken. Es ist am stärksten, wenn die Anissamen noch ganz sind. Dank Anis bekommen unsere Weihnachtsplätzchen, Printen und Lebkuchen ihren leckeren Geschmack. Aber auch Marmeladen, warme Desserts sowie Fleisch- und Gemüsegerichte gewinnen durch Anis an Aroma.
Hingegen ist Sternanis ein Magnoliengewächs. Das sternenförmige Weihnachtsgewürz passt nicht nur wegen seiner Form perfekt in die Weihnachtszeit. Der Sternanisbaum stammt aus Asien und wird dort im Norden Vietnams sowie Südindien angebaut. Die Sammelfrucht hält den vollen Geschmack nicht in den Samen wie es beim echten Anis der Fall ist. Das weihnachtliche und intensiv-süßliche Aroma sitzt in den Fruchtwänden. Hier ist auch wieder das ätherische Öl Anethol, welches den Geschmack hervorruft. Der achtzackige Stern gibt sein intensives Aroma nicht sofort beim Kochen ab, sondern sollte immer länger mitgekocht werden. Somit eignet sich Sternanis perfekt für Schmorgerichte, Suppen und Eintöpfe sowie dunkle Soßen die lange einkochen. Ohne Sternanis kein lecker aromatischer Glühwein. Richtig so! Nicht wegzudenken ist Sternanis ebenfalls in der chinesischen Fünf-Gewürz-Mischung.
Der süße, Lakritz-ähnliche Geschmack der beiden Weihnachtsgewürze harmoniert perfekt zu herzhaften Aromen und pfeffrigen Noten. Der Griff zu Sternanis oder Anis ist in der Weihnachtszeit definitiv eine würzige Wahl.

 

Kleine Warenkunde: noch mehr Weihnachtsgewürze

Muskatnuss und Macisblüte: Muskatnuss spielt in der Weihnachtsbäckerei ebenfalls eine wichtige Rolle. Durch Muskatnuss bekommt das Weihnachtsgebäck ihren typischen leicht nussigen Geschmack. Wer es feiner mag, sollte zur Macisblüte greifen.

Ingwer: Vielleicht nicht das typische Weihnachtsgewürz aber Ingwer erfreut sich seit mehreren Jahren großer Beliebtheit. Ingwerpulver kann zudem etwas Schärfe und Wärme an Ihre Weihnachtsplätzchen zaubern. Für Schokoladenkekse, den Lammbraten oder als feurige Zugabe zum Marmelade.

Tonka Bohne: Bekannt wurde die südamerikanische Bohne als Alternative zur Vanille. Es gilt gleiches für die Tonka Bohne wie für die Muskatnuss: Weniger ist mehr.

Piment: Nicht umsonst wird Piment auch als Nelkenpfeffer bezeichnet! Pimentkörner gehören an das Weihnachtsgebäck als auch zu dunklen Soßen und Wildgerichten.

Zimtblüten: Zimtblüten sehen ähnlich wie Gewürznelken aus aber besitzen das volle Zimtaroma! Perfekt für Rotkohl, Weihnachtstees, Glühwein und dunkle Soßen.

 


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