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Teil 1: Die Welt des Spargels


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Spargelkunde: Wir machen einen Abstecher in die Welt des Spargels

Es geht wieder los: Die heiß ersehnte Spargelzeit ist da! Mit einem pro Kopf Verbrauch von 1,5 kg im Jahr liegen die Deutschen im internationalen Vergleich auf Platz 1. der Spargel-Liebhaber. Spargel ist aber auch schlicht und einfach Genuss pur! Wir sagen Ihnen, was Sie über das so genannte Königsgemüse wissen müssen, damit Sie beim nächsten Spargelessen glänzen können! Wussten Sie zum Beispiel, dass es glatter Zufall ist, dass wir überhaupt die weißen Stangen des Edelgemüses genießen können? Die Antwort und noch mehr Wissenswertes rund um die köstliche Stange gibt es in unserer Spargelkunde!

 

Ein bisschen zur Spargelgeschichte und Herkunft

Die Beinamen „Edelgemüse“ und „Königsgemüse“ lassen schon erahnen, dass Spargel ein ganz besonderer Ruf vorauseilt. Schon früher erzielte Spargel auf den Märkten Höchstpreise! Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der hohe Spargel-Preis ist einfach erklärt:

1. Spargel benötigt besondere Bedingungen um überhaupt zu wachsen Spargel ist eine anspruchsvolle Pflanze deren Anbau langwierig und mühsam ist. Ein wichtiges Kriterium für den Spargelanbau ist der Standort. Die Spargelpflanze bevorzugt hier leichte und sandige Bodenverhältnisse.

2. Anbau und Ernte sind arbeitsintensiv und langwierig Auch wenn das geeignete Plätzchen für den Spargel gefunden ist, dauert es noch weitere 3 Jahre bis eine Spargelstange geerntet werden kann. Zudem ist - anders als bei anderen Gemüsesorten - bei der Spargel-Ernte noch intensive Handarbeit gefragt, denn der Einsatz von mechanischen Gerätschaften könnte die feinen Wurzeln der Spargelpflanze verletzen. Der Grund ist, dass die Spargelpflanze im Boden bis zu 6m lang wächst. Aus den Wurzeln des Spargels wachsen die Knospen senkrecht an die Erdoberfläche. Das sind unsere heißgeliebten Spargelstangen!

3. Spargel gilt bereits seit Jahrhunderten als feine Delikatesse Der Ursprung der Spargelstange liegt vermutlich in Vorderasien. Von hier weitete sich das Vorkommen nach China, Ägypten und Nordafrika aus. Dort verwendete man Spargel ausschließlich zu gesundheitlichen Zwecken, da er schon damals als sehr gesund galt. Erst die Römer entdeckten die kulinarischen Vorzüge des Spargels und bauten ihn fortan als Gemüsepflanze an. Die Römer waren begeisterte Spargelesser! Das zeigt auch das älteste überlieferte Spargelrezept von 40 v. Chr. welches den Spargel als deliziöse Zutat für Eierkuchen beschreibt. Doch mit dem Fall des römischen Reiches verschwand auch leider das Königsgemüse vorerst von den Tellern. Erst im 16. Jahrhundert erlebte der Spargel eine Wiedergeburt! Nach wie vor war Spargel eine kostspielige Gaumenfreude und nur für den Adel erschwinglich. Die verschiedenen Arten der Zubereitung für das elitäre Königsgemüse waren schon damals beliebt: Spargel wurde schon damals gekocht, gegrillt, eingelegt, gebacken oder gebraten. Was Sie sicher nicht wussten: Bis ins 19. Jahrhundert landete nur Grünspargel auf dem Teller. Dass wir heute Weißen Spargel (Bleichspargel) genießen können, ist reinem Zufall zu verdanken! Da man die feinen Spargeltriebe mit Wärme versorgen und vor Ungezieferbefall schützen wollte, platzierte man Tonhauben über den Spargeltrieben. Der natürliche Nebeneffekt war, dass die Stangen weiß blieben. Das bleiche Gemüse wurde sofort probiert und man war begeistert vom feinen Aroma des Weißen Spargels. So war in Deutschland die Kultivierung des Weißen Spargels unter der Erde geboren!

 


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