Produktkategorien

Informationen

Teil 3: Grillmethoden – die neuen Trends

Viele Wege führen zum schmackhaften Grillgenuss! Wir zeigen Ihnen die beliebtesten Grillmethoden, die gerade hoch im Grill-Kurs stehen.

 

Das amerikanische Barbecue – die „low n slow“-Methode

Während in Deutschland vor allem heiß und schnell gegrillt wird, heißt es in den USA genau das Gegenteil! Hier ist die low and slow-Methode die gängige Garmethode um leckere Rippchen, Pulled Pork oder ganze Truthähne zuzubereiten. In den USA ist das Barbecue ein ganztägiges Event zu dem Familie und Freunde eingeladen werden. Auch Feiertage wie Thanksgiving oder Sportereignisse wie der Superbowl werden mit einem zünftigen Barbecue zelebriert. In den USA besteht auch ein wesentlicher Unterschied zwischen dem direkten Grillen über dem Grillrost und dem Barbecueing in einem Smoker. Dass was wir als Barbecue bezeichnen, würden unsere amerikanischen Freunde mit einem müden Lächeln quittieren.

Aber was ist denn der Unterschied zwischen Barbecue und Grillen? Ganz einfach: beim Grillen wird unser Grillgut direkt auf den heißen Grillrost gelegt und gegrillt. Damit es durch die hohen Temperaturen nicht verkohlt, wird es mehrfach gewendet. Soweit so gut. Beim amerikanischen Barbecue liegt das wertvolle Grillgut nicht über der Hitzequelle, sondern gart durch die heiße Luft und Rauch der Kohle langsam bei niedrigeren Temperaturen. Damit die heiße Luft eingefangen wird, nutzt man einen Grill mit Deckel – der Garprozess ist dann ähnlich wie bei einem Backofen. Durch die zirkulierende heiße Luft gart das Grillgut gleichmäßig von allen Seiten, braucht aber unweigerlich länger. Daher muss das köstliche Steak auch nicht gewendet werden. Zu den beliebtesten Barbecue Grills zählen der Kugelgrill und der Smoker, wodurch das Grillgut seinen typischen rauchigen Geschmack erhält. Da die Garkammer im Smoker-Grill von der Feuerbox getrennt ist, wird das Grillgut bei Temperaturen um 115° Grad über mehrere Stunden hinweg gegart. Daher auch der Name der Grillmethode: low and slow. Die längere Garzeit lohnt sich allemal! Das Fleisch wird butterzart und bleibt saftig im Geschmack.

Neben den klassischen Marinaden kommen beim amerikanischen Barbecue so genannte „Mopp“-Saucen zum Einsatz. Der einfache Grund: die lange Garzeit im Kugelgrill oder Smoker würde das Fleisch langsam austrocknen lassen. Die „Mopp“-Sauce ist eine dünnflüssige Sauce mit der das Fleisch während des BBQs wiederholt eingepinselt wird. So verliert das Grillgut nicht an Saftigkeit! Als Basis für die „Mopp“ werden Fonds, Suppen, Essig oder Wein und jede Menge Gewürze verwendet.

Woher die Bezeichnung Barbecue kommt, weiß übrigens keiner so ganz genau. Eine Theorie lautet, dass es sich vom spanischen Wort „barbacoa“ ableitet. In der Karikib bzw. in Mexiko wurde Fleisch auf selbstgebauten Holzgerüsten gegrillt und als barbacoa bezeichnet.

 

Brining ist das neue Marinieren!

Bei den aktuellen Grilltrends im diesen Jahr steht das so genannten „Brining“ oder „Brine“ hoch im Kurs. Das englische Wort bedeutet so viel wie „in Lake einlegen“.

Damit unseres schmackhaftes Grillgut nicht zäh wie eine Schuhsohle wird, gibt es die Marinade, die das Fleisch saftig und zart und macht. Mit der Brining-Methode verfolgen Sie dasselbe Ziel! Ein Vorteil gegenüber der klassischen Marinade ist, dass die Brine eigentlich ohne Fett auskommt. Zudem soll das Grillgut noch zarter und saftiger werden als durch das Marinieren. Wie funktioniert das Brining? Das Prinzip ist ganz leicht: Das Grillgut wird in eine Lake aus Wasser, Salz und eventuell braunen Zucker eingelegt. Das Fleisch nimmt die Brine bzw. Lake in sich auf. Das Besondere ist, dass während des Grillens die Flüssigkeit im Fleisch bleibt und nicht austritt. Die Brine-Methode ist besonders gut für mageres Fleisch wie zum Beispiel Huhn, Truthahn oder Schweinefleisch geeignet. Ebenso für Frisches aus dem Meer wie zum Beispiel Shrimps ist das Brining eine leckere Methode dem Grillgut mehr Geschmack zu geben.

Für die Brine-Mischung gilt: Pro Liter Wasser werden je 60g Salz und optional die gleiche Menge Zucker hinzugegeben. Die Brine oder Lake kann dann noch ganz nach Ihrem Geschmack mit weiteren Gewürzen verfeinert werden wie zum Beispiel mit Knoblauch, Zwiebel, Thymian, Pfeffer, Paprika, Lorbeerblätter, Kümmel oder Rosmarin. Anstelle von Wasser können auch Säfte wie Orangensaft verwendet werden. Diese geben dem Fleisch eine süßlich-fruchtige Note. Anschließend das marinierte Grillgut in den Kühlschrank legen und dort für 6 bis 8 Stunden durchziehen lassen.

 

Plancha – wie die Spanier!

Bei Plancha handelt es sich nicht etwa um den neuen Trendcocktail, sondern um die derzeitig sehr beliebte Grillmethode aus Spanien. Der Plancha Grill hat eine glatte Bratfläche, ähnlich dem japanischen Tepanyaki Grill. Auf der Bratoberfläche wird mit sehr hohen Temperaturen zwischen 300° und 320° Grad gegrillt. Die glatte Grilloberfläche des Planchas eignet sich perfekt um kleines Grillgut wie Gemüse, Obst, Meeresfrüchte oder kleinere Fleischstücke zu garen. Beim herkömmlichen Grillen fällt kleineres Grillgut schnell durch den Grillrost. Dieses Problem haben Sie beim Plancha Grill nicht. In Spanien wird das Grillgut auf dem Plancha noch gerne mit Säften, Alkohol oder Marinaden abgelöscht. Ein herrliches Grillerlebnis!

 


<< zurück zu den GENUSSWELTEN