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Teil 1: Welt der Currymischung

Wer an Indien denkt, muss unwillkürlich an Bollywood, Taj Mahal, Rikshas, bunte Saris, unglaubliche Vielfalt an Gewürzen und natürlich den Inbegriff indischer Esskultur denken – dem Curry. Was wir als Curry bezeichnen und gerne über unsere Currywurst streuen, hat nicht so viel mit dem Curry zu tun, was in Indien tatsächlich auf den Tisch kommt. Der Irrtum beginnt schon beim Namen! Bei uns bezeichnet Curry die Gewürzmischung aus verschiedenen gemahlenen Gewürzen. In der Heimat der Currys wird eine Gewürzmischung Masala genannt und nicht etwa Curry. In Indien bezeichnet das Wort Curry die Zubereitungsart für ein Gericht. Trotz des Missverständnisses ist das Currypulver heutzutage weltweit bekannt und steht für Farbenreichtum, Vielfalt und Geschmack!

Wussten Sie, dass Curry eine Gewürzmischung ist und nicht etwa an einem Currybaum wächst wie viele vermuten? Oder haben Sie schon mal einen Masalchi getroffen und wissen womit er seinen Lebensunterhalt verdient? Sie wollten schon immer mehr über das vielseitige gelbe Pulver erfahren? Dann sind Sie bei uns genau richtig! Wir werden Ihnen zeigen woher das Currypulver stammt und wie es seinen Weg auf unsere Currywurst und in unsere Küchen finden konnte. Sie haben in Ihrem Leben sicher schon viele Currygerichte gegessen, doch haben Sie sich schon mal gefragt, was alles in einem Curry steckt und warum es so unterschiedlich schmecken kann? Andere Länder – andere Currys! Ob ein Curry scharf, mild, süß, aromatisch oder mittelscharf schmeckt, hängt von der Mischung ab und wie Currygerichte zubereitet werden. Wir werden es Ihnen zeigen! Vielleicht können wir Sie inspirieren beim nächsten Kochabend mit einer selbst kreierten besonderen Currymischung auf zu trumpfen! Wenn Sie doch lieber auf das Currypulver zurückgreifen wollen, stellen wir Ihnen zum Schluss unsere hochwertigen Currymischungen vor, die von mild bis kräftig scharf reichen. Wie bei alle unseren Gewürzmischungen achten wir natürlich darauf, dass auch in unseren hochwertigen Currymischungen keine Geschmacksverstärker, keine Aromastoffe und kein Salz oder Zucker beigemischt werden. Unsere besonderen Currymischungen verleihen nicht nur Ihren asiatischen Gerichten die einzigartige Note! Wir wollen Ihnen zeigen, dass Currys vielseitig und bunt in Ihrer Küche eingesetzt werden können!

 

Curry bedeutet Vielfalt!

In Indien kann eine Currymischung von Region zu Region, von Stadt zu Stadt und ja sogar von Familie zu Familie bei den Zutaten stark variieren. Dieser Umstand ist darin begründet, dass ein indisches Curry um regionale und saisonale Zutaten, Gewürze und Geschmacksvorlieben herum entsteht. In Nordindien in der Stadt Jaipur sind beispielsweise getrocknete Chilis eine Hauptzutat der dortigen Currygerichte, weshalb die Stadt auch Pink City genannt wird. Im Süden Indiens, im Bundesstaat Kerala, spielen getrocknete Chilis hingegen eine untergeordnete Rolle. Hier stehen vorzugsweise Fischcurrys und Currygerichte mit Meeresfrüchten, die mit Kokosnussmilch verfeinert sind, auf dem Speiseplan. Auch die Religion spielt bei der Zubereitung von Currymischungen eine entscheidende Rolle in Indien. Hindus essen mit Vorliebe vegetarische und weniger scharfe Currygerichte, während Muslime scharfe Currymischungen bevorzugen. Ähnlich wie bei uns jede Familie das beste Rezept für Erdbeermarmelade besitzt, geben indische Familien, von Generation zu Generation ihr persönliches Curryrezept weiter. Daraus ergibt sich eine unglaubliche Vielfalt an unterschiedlichen Zubereitungsweisen!

 

Die Zubereitung indischer Currymischungen

Wie bereits erwähnt, ist es ein Trugschluss zu glauben, dass Curry ein Einzelgewürz wie Pfeffer oder Salz ist. Während wir in den Supermarkt gehen und uns das fertig gemischte Currypulver kaufen, sind in vielen asiatischen Ländern bereits fertig gemischte Currypulver nach wie vor selten und eine echte Kuriosität. So ist in Indien für die Zubereitung eines Currygerichts in den meisten Fällen noch echte Handarbeit gefragt. Die einzelnen Zutaten werden vor dem Kochen frisch gemischt. In Indien gab es sogar den Berufsstand des Gewürzmischers, den so genannten Masalchi. Für indische Currygerichte werden zum Großteil die Gewürzsamen als Zutat verwendet. Diese werden vor dem Kochen zunächst angeröstet. So können sich die wunderbaren Aromen der Gewürze wie Coriandersamen oder Bockshornkleesaat beim Kochen viel intensiver entwickeln. Nach dem Rösten werden die Gewürze meistens von Hand gemahlen und zu einer Mischung verarbeitet.

 

Curry – was steckt in der Mischung?

In so gut wie jedem Curry steckt Kurkuma, welches auch unter den Namen Gelbwurz bekannt ist. Kurkuma gibt unseren besonderen Currymischungen seine intensiv leuchtend gelbe Farbe. In unserem europäischen Currypulver ist der Anteil von Kurkuma deutlich höher als im Vergleich zu asiatischen Currys. Doch Kurkuma ist nur ein Gewürz von vielen, welches für die indische Gewürzmischung typisch ist. Kennen Sie die grünen Cardamom Kapseln? Als Würze für arabische Kaffees, wie Mokka, ist Cardamom sicher bekannt, doch vielen ist bestimmt nicht bewusst, dass Cardamom auch zu den Grundgewürzen indischer Currys zählt. Die Schärfe im Currygericht kommt durch den schwarzen Pfeffer aber rührt insbesondere durch den Einsatz getrockneter Chilis her! Je nach Bundesland wird mal mehr und mal weniger mit dem beliebten Scharfmacher Chili gewürzt. Um die aromatisch scharfen indischen Currys etwas abzuschwächen, werden gerne Milchprodukte an die Gerichte gegeben wie Joghurt oder Panir (indischer Frischkäse). Neben den bereits genannten Grundgewürzen, findet man in indischen Currys weiterhin folgende Grundzutaten: Coriander, Cumin (Kreuzkümmel), Muskatnuss und Bockshornkleesaat. Aber wir wissen: den Zutaten von Currys sind keine Grenzen gesetzt! So werden je nach Geschmack gerne weitere Gewürze in die Mischungen gegeben wie beispielsweise Ingwer, Senfkörner, Anis, Fenchel, Zimt oder Zitronenschalen. Einige Currymischungen bestehen nur aus den Grundgewürzen und manche aus über 30 verschiedenen Gewürzen. Mengenangaben und Vorgaben für Rezepte sucht man hier vergeblich! Das Kochen ist ein Lebensgefühl und geschieht je nach Region und Familientradition ganz unterschiedlich. Und so gilt in Indien: Indische Currys sind so bunt und vielfältig wie die Saris, die bunten Kleider, der indischen Frauen!

 

Das Currypulver – eine Erfindung der Engländer?

Tatsächlich haben wir es England zu verdanken, dass wir heutzutage in den Supermarktregalen unser heißgeliebtes Currypulver finden. Nach den Portugiesen und Niederländern besaß im 17. Jahrhundert die Kolonialmacht England die Herrschaft über Indien. Angeblich kreierten die Engländer das Currypulver für die indischen Soldaten, die im Dienst der britischen Krone standen, damit diese die indische Landesküche nicht missen mussten. Den englischen Soldaten schmeckte die Mischung aus verschiedenen Gewürzen ebenfalls, sodass sie es mit nach Europa brachten. Ob diese Fassung der Wahrheit entspricht, ist nicht geklärt. Fakt ist jedoch, dass die englische Besatzung die scharfe und stark gewürzte Küche Indiens nicht gewohnt war. Für den britischen Gaumen wurde das weit weniger scharfe und bereits gemahlene Currypulver, das Curry Englisch, kreiert. Der Name Curry übernahmen die Engländer dem tamilischen Wort kari, welches im eigentlichen Sinn Gericht mit Soße bedeutet. Da man die Fülle der indischen Gewürze nicht mit in den Westen nehmen konnte, wurden sie kurzerhand gemahlen und es entstand das uns bekannte Currypulver. Von hier verbreitete sich das Currypulver, wie wir es heute kennen, in der ganzen Welt!

 


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